Sanierungsmaßnahmen an unserer St.-Nicolai-Kirche

Dachdecker bei der Arbeit (Foto: Kanowski)

Wir machen weiter große Fortschritte!

Damit unsere wunderschöne Kirche auch zukünftigen Generationen noch zur Verfügung steht, führen wir umfangreiche Baumaßnahmen durch. Die Fortschritte sind bereits gut sichtbar - nicht nur am Gerüst. Die Westwand ist bereits fertiggestellt und auch auf der Ostseite sind mittlerweile alle defekten Steine ersetzt und die Fugen komplett erneuert worden. Jede alte Fuge musste per Hand herausgefräst werden, weil der teilweise verwendete Zement drohte, die alten Backsteine zu zersprengen.

Die tragenden Balken des Dachstuhls lagen in dicken Schuttschichten. Dies hatte vor allem seine Ursache im sogenannten Mörtelverstrich, mit dem die Dachpfannen bisher verstrichen wurden. Durch die riesige Dachfläche von 1800 Quadratmetern war das Dach bei Wind und Wetter in Bewegung. Dadurch rieselten jahrzehntelang Mörtelstücke auf den Dachboden und bedeckten die über 500 Jahre alten Holzbalken mit einer dicken Staubschicht. Der Steinstaub bindet das Wasser. Das führte dazu, dass die tragenden Balken teilweise ganz weggefault waren. Durch die Anwendung alter Zimmermannstechniken wurden die betroffenen Stellen kunstvoll repariert oder ersetzt. Die Handwerker gehen mit einer erfreulichen Liebe zum Detail und großen Handwerkskunst zu Werke.

Die Südseite des Daches hatte bereits letztes Jahr ein Unterdach aus Lärchenholz bekommen, das auch im Schiffsbau verwendet wird. Die neuen Dachpfannen werden auf diesem Unterdach, das mit einer „intelligenten Bahn“ (die Feuchtigkeit von Innen nach Außen durchlässt, aber nicht umgekehrt) zusätzlich abgedichtet ist, angebracht. Die ersten neuen Dachpfannen liegen bereits auf dem Dach. Neu ist aber, dass die Dachpfannen nicht mehr mit Mörtel verstrichen werden, sondern jede Dachpfanne einzeln verklammert wird. Dadurch und durch das neue Unterdach wird der beeindruckende historische Dachstuhl hoffentlich lange für uns und die Nachwelt erhalten.

Jetzt ist auf der Südseite das Dach mittlerweile neu eingedeckt; einzig der Bereich um die Schall-Luken gestaltet sich etwas kniffeliger.

Bei allen Sanierungsmaßnahmen wird größte Rücksicht auf das Wohl der Fledermäuse genommen. Auf dem letzten Rundgang des den Bau begleitenden Biologen konnte erfreulicherweise festgestellt werden, dass die Fledermäuse das frisch renovierte Süddach bereits wieder bezogen haben. Die seltene Breitflügelfledermaus hält noch eine kleine Weile ihren Winterschlaf und wird solange nicht gestört. Denn sie und andere Artgenossen, die sehr standorttreu sind, sollen ihr Quartier gerne behalten.

Der Chorraum ist schon wieder ganz eingedeckt. Hier waren zuvor die größten Schäden entdeckt worden. Der das Dach tragende gotische Dachstuhl drohte von der Mauerschwelle zu kippen. Gar nicht auszudenken, was bei einem nächsten heftigeren Sturm passiert wäre!

Nun wandert die Baustelle weiter um die Kirche. Das Dach der Nordseite ist zur Hälfte bereits erneuert und die Maurer haben ihre Arbeit ebenfalls auf die beiden Seiten der Kirche verlegt. So macht der Bau, nicht zuletzt bedingt durch das günstige Wetter, gute Fortschritte.

Einschränkungen:

Derzeit gibt es weiter keine Einschränkungen, der Haupteingang auf der Südseite der Kirche ist wieder freigegeben.

Spenden:

Für viele Projekte sind wir neben Ihren Kirchensteuern auch auf Spenden angewiesen.

Bitte beachten Sie auch die aktuelle Spendenaktion "Geben Sie uns einen aufs Dach". Hier können Sie ganz konkret dabei helfen, daß die Kirche auch weiterhin ihr großes schönes Dach behält.

Die Flyer dazu liegen in der Kirche aus bzw. sind in unserem aktuellen Kirchenbrief abgedruckt und dürfen gerne kopiert werden.


Möglich sind Spenden darüber hinaus auch mit einer Überweisung auf das Spendenkonto:
IBAN: DE07 21050170 0000 144758
BIC: NOLADE21KIE
Kirchengemeinde St. Nicolai

Für welchen konkreten Zweck Ihre Spende verwendet werden soll, können Sie bei der Überweisung in der Zeile Verwendungszweck deutlich machen.

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